Montag, 31. August 2015

Foundation, die super deckt, aber leider klebt

Mit 2499 Testern gehöre ich zu den for-me-Botschafterinnen, die die Max Factor Miracle Match Foundation ausgiebig testen dürfen.

Von Max Factor hatte ich bis jetzt noch keine Foundation ausprobiert, umso gespannter war ich auf den Test. 

Außerdem habe ich mich gefragt, was denn der Unterschied zwischen Make-up und Foundation ist, man hört immer mehr das Wort Foundation, aber ist es nicht dasselbe? Oder ist das jetzt wieder so ein Wort, das einfach besser klingt als Make-up? 
Das habe ich natürlich gleich nachgeforscht und bin wieder etwas schlauer geworden, denn die Foundation ist Bestandteil des Make-ups – allerdings nicht ihr einziger. Sie bildet die Basis eines Make-ups, Zum Begriff "Make-up" zählt auch Lidschatten, Eyeliner, Wimperntusche, Rouge, Concealer, Abdeckstifte, etc.
Die Foundation als Basis für das gesamte Make-up ist aber besonders wichtig, denn auf einem fleckigen Teint kommt Rouge, Lidschatten, etc. nicht richtig zur Geltung.


Gut, jetzt weiß ich auch das. Und ab ging es ans Testen:

Hersteller

Procter& Gamble UK
Interessant. Vielleicht hätte ich nicht die kritische Reportage von Michael Moore „ Kapitalismus- eine Liebesgeschichte“ sehen sollen. (sehr empfehlenswerter Film)
Denn Procter&Gamble schließt (in Amerika) heimlich Lebensversicherungen für ihre Mitarbeiter ab – die Begünstigten in einem Sterbefall ist die Firma. Sehr makaber. 
Da wir in Deutschland leben, hoffe ich einfach mal, dass die Geschichte mit den Lebensversicherungen hier, rein rechtlich, nicht möglich ist und vertraue auf das Gute im Menschen. Toll finde ich das Engagement zwecks Nachhaltigkeit, die zukunftsfördernden und soziale Projekte von Procter&Gamble.

Farbnuancen

Ich habe den Farbton GOLDEN (75) gewählt, es gibt außerdem folgende Farbnuancen:
40 Light Ivory
50 Natural
55 Beige
60 Sand
80 Bronze
Übrigens: 
Für die richtige Farbwahl --> Testmenge am besten beim Übergang vom Gesicht zum Hals an der Kinnlinie auftragen und dann im natürlichen Tageslicht betrachten. 
Die Lichtstrahler in Drogeriemärkten verfälschen oft den Farbton.

Inhaltsstoffe und Bewertung nach codecheck.info

Aqua (e), Cyclopentasiloxane (ee), Glycerin (e), Talc (we), PCA(e), Dimethicone (we), PEG/PPG-18/18 Dimethicone (we),Niacinamide (e), Acetyl/Glucosamine (e) , SOdium Chlorde, Mica (e), Silica (nb), Caorylyl (e), Glycol (we), 1, 2-Hexanediol (e), Tocopheryl (e), Trihydroxystearin (e),Arachidyl Behenate(e), Phenoxyethanol(e), Sodium Benzonate, Synthetic Wax(e), Ethylene Brassylate(e), Behenic Acid (e), Synthetic Fluorphlogopite (ee), Polyethylene (ee), Tin Oxide (+/-CI 77891, CI 77492, CI 77491, CI77499) (e)
e= empfehlenswert, ee= eingeschränkt empfehlenswert, we= weniger empfehlenswert, nb= nicht bewertet
Und hier war ich positiv überrascht. Denn obwohl es sich nicht um Naturkosmetik handelt hat es keine NICHT EMPFEHLENSWERTE Inhaltsstoffe. 
Drei der Inhaltsstoffe sind eingeschränkt empfehlenswert:
Cyclopentasiloxane = Silikonöl, umweltrelevant, meist aus billigem Erdöl hergestellt, kann sich im Körper anreichern
Synthetic Fluorphlogopite = Farbstoff, kann nur im Zahnbereich zur Zahnschmelzverfärbung führen, da ich nicht vorhabe die Foundation auf die Zähne zu schmieren, kann ich das verkraften!
Polyethylene = Weichmacher

Das Silikonöl und der Weichmacher müssten definitiv nicht sein, aber es handelt sich „nur“ um eingeschränkt empfehlenswerte Inhaltsstoffe, von daher kann man damit besser leben.

Weniger empfehlenswert sind folgende Inhaltsstoffe:
Talc = nicht zu vermeiden und in fast allen Foundations und Pudern enthalten (auch Naturkosmetik), da es nur beim Einatmen Folgen hat, kann ich dies hier außer Betracht lassen

Dimethicone = Silikonöl, umweltrelevant, schwer abbaubar und allgemein, finde ich, hat Silikonöl nichts in Cremes oder Make-up zu suchen. Haare kann ich ja noch verstehen, aber den ganzen Tag auf der Haut möchte ich das nicht haben.

Glycol = Lösemittel, das nur bei Verschlucken gesundheitsschädlich ist.  Bei Einhaltung des MAK-Wertes und des BAT-Wertes ist ein Risiko der Fruchtschädigung nicht zu befürchten. Da ich auch nicht vorhabe, die Foundation zu essen, muss dies nicht beachtet werden.

Alles in allem sind es zufriedenstellende Inhaltsstoffe, jedoch würde ich mir hier eine silikonfreie Variante wünschen. Dann wären die Inhaltsstoffe für Nicht-Naturkosmetik wirklich super.

Herstellerversprechen

  • für einen natürlichen und dennoch perfektionierten Teint
  • passt sich perfekt dem Hautton an
  • kaschiert mit mittlerer Deckkraft Unregelmäßigkeiten und Unreinheiten
  • weniger Puder und lichtreflektierende Partikel für einen lebendigen Teint mit natürlicher Strahlkraft
  • pflegt die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen (Glycerin, Vitamin E und B)
  • dermatologisch getestet

Gut, das „dermatologisch getestet“ ist ja immer so eine Sache, meine Lehrerin von damals (Drogistenausbildung) meinte, dass das einem Hautarzt vorgelegt wird und der unterschreibt dann und somit ist es dermatologisch getestet.  
Also diese Aussage finde ich kritisch, außerdem reagiert ja jede Haut anders.

Die anderen Punkte kann ich so unterschreiben.

Richtiges Auftragen

Die Foundation ist die Grundlage und wird von daher nach der Pflege auch als erstes Aufgetragen. Man kann sie mit den Fingern, einem Schwämmchen oder einem speziellen Pinsel auftragen. Ich bevorzuge immer ein Schminkei oder den Make-up-Pinsel. 
Wichtig ist, von der Gesichtsmitte nach außen hin auftragen und gut verblenden (am Rand). In kleinen Pinselstrichen geht es besonders gut. 
Und wie so oft: weniger ist mehr!

Konsistenz, Deckkraft und Gefühl auf der Haut

Ich mag ja grundsätzlich leichte Texturen, vor allem bei einer Foundation. Dies ist hier leider nicht gegeben, die Textur ist eher fest als flüssig und lässt sich leider nur sehr schwer verteilen. Auch auf der Haut wirkt sie eher „dick“ und „breiig“, also das Gegenteil eines Fluids. 
Gut, im Sommer ist das unangenehm, aber es kommen ja auch wieder die kälteren Tage und da fällt das wahrscheinlich gar nicht mehr so ins Gewicht. 
Aber aktuell empfinde ich die Textur eher als unangenehm und schwer zu verteilen. Für Frauen, die eher leichte Texturen mögen, ist diese Foundation wohl nicht geeignet.

Allerdings kommen wir dann direkt zur Deckkraft, die ist nämlich gigantisch gut. Ich habe auf der Nase eine rote Stelle (ja ich konnte mal wieder nicht die Finger von einem Pickelchen lassen und schlussendlich war da Schorf, da ich den auch wieder abgepopelt habe, war da nun eben eine rote Stelle...) (Frauen....)
Bis dato musste ich rote Stellen immer zusätzlich zum Make-up abdecken, dies musste ich bei dieser Foundation nicht. 
Das hat mich sehr positiv überrascht. Die Farbe passt sich auch wirklich wunderbar der Gesichtshaut an, wie das funktioniert weiß ich nicht, aber es funktioniert. Dennoch sollte man natürlich eine Farbe wählen, die dem Hautton entspricht bzw. sehr nahe kommt, sonst sieht man schnell wie eine Indianerin aus…

Das Gefühl auf der Haut hat mich eher negativ überrascht, denn es hat sich total klebrig angefühlt. Ob das vielleicht am Silikonöl liegt oder an den Pflegeeigenschaften? Ich weiß es nicht aber es hat sich unangenehm angefühlt.  Auch nachdem ich Puder aufgetragen hat, war die Haut klebrig und ich hatte den Drang, die Foundation sofort wieder abzuschminken. Ich habe das dann weiter beobachtet, aber auch nach längerer Zeit war es klebrig unangenehm.  
Schade. 
Hier müsste Max Factor für mich definitiv nachbessern.

Um diese Foundation weiterempfehlen zu können, müssten sich folgende Punkte ändern:
  • kein Silikon(öl) bei den Inhaltsstoffen
  • weichere/leichtere Textur
  • das klebrige Hautgefühl müsste eliminiert werden

Um aber auch noch mal auf die positiven Punkte einzugehen:
  • exzellente Deckkraft
  • Glasflakon mit Pumpspender
  • tolles Design

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