Freitag, 1. April 2016

Erfahrungsbericht Nivea Protect & Care

Im alten Ägypten tupften sich die Ägypter duftende Öle in die Achselhöhle um damit schlechte Gerüche zu überdecken. 
Andere Kulturen wollten auf Nummer sicher gehen und hüllten sich vollständig in Duftwolken. Die Griechen z.B. nahmen ausgiebige Parfumbäder, die Römer tränkten ihre Kleidung in Parfumöle und Duftwasser. 
Nun ja, da war wohl ein echtes Duftkonzert unterwegs.



1888 kam es dann endlich, das erste Deodorant mit Zinkoxid. Mit den Jahren verbesserte sich die Leistung des Deodorants immer weiter und die Anwendung wurde angenehmer. 


1914 gab es dann das erste NIVEA Produkt gegen das Schwitzen, zunächst ein Puder, später dann eine Deocreme. 


Der Roll-on wurde dann in den 50er Jahren von Helen Barnett Diserens erfunden, meine bevorzugte Deoverpackung.

1965 kamen dann die Deosprays, eher Fluch als Segen, da das enthaltene FCKW den Abbau des Ozonlochs begünstigte und uns somit schadete. 
Genau deshalb ist der Einsatz von FCKW heute in vielen Anwendungsbereichen verboten. Ersetzt wird es durch Butan, Isobutan oder Propan, was auch nicht so prickelnd ist.

Mit diesen interessanten Fakten im Hinterkopf wurden dann optimale Testbedingungen geschaffen und das neue Deo Protect & Care von Nivea in den verschiedenen Varianten fleißig getestet und unter die Lupe genommen.

Was dabei herauskam? Lest mehr:

Das Nivea Protect & Care Deo war in zwei Varianten in meinem Testpaket enthalten, einmal als Spray und einmal als Roll-on.
Ich persönlich bevorzuge ja den Roll-on, nicht nur wegen der Inhaltsstoffe, sondern auch, weil ich bei dem Spray immer so viel davon einatme und ich nicht glaube, dass das gesund sein kann. 
Wichtig ist bei beiden Varianten, dass die Achsel frisch gewaschen und absolut trocken ist. Nur dann kann das Deo optimal wirken.

Zunächst mal zu den Inhaltsstoffen:


Roll-on:


AquaGlycerin, Stareth-2, Caprylic/Capric,ParfumPolyquaternium-16Panthenol,OctyldodecanolPersea Gratissima Oil.Trisodium edtaBenzyl Alcohol,PhenoxyethanolGeraniolLimonene,Citronellol, , Butyphenyl Methylproponial,Alpha-Isomethyl Ionone, Lonalool

Das sieht bei dem Roll-on gar nicht so schlecht aus. Caprylic kann Palmöl enthalten, Trisodium Edta ist ein Konservierungsmittel, das die Zellmembran schwächt und umweltrelevant ist. 


Spray:

ButaneIsobutanePropane,ParfumEthylhexylglycerinButyloctanoic Acid, Methyl Phenylbutanol, Octyldodecanol,Persea Gratissima Oil, Isopropyl Palmitate,DimethiconeDimethiconolLimonene,GeraniolBenzyl AlcoholCitronellolLinalool,Butylphenyl MethylpropionalAlpha-Isomethyl IononeCitral

Beim Spray sieht das leider nicht so gut aus. Propane und Butane sind laut MAK-Wert-Liste Stoffe mit MAK-Wert, der auf Gefährdung in der Schwangerschaft überprüft ist, aber keiner Gruppe zugeordnet werden kann. Dass sie hochentzündlich sind, ist wohl jedem bekannt.


Dimethicone (Silikone) sind umweltrelevant und schwer abbaubar und haben, meiner Meinung nach, auf der Haut nichts zu suchen.
Isobutane ist nicht empfehlenswert, da es laut Gefahrstoffverordnung hochentzündlich und krebserzeugend Kategorie 2 ist. Viele der Inhaltsstoffe sind außerdem nicht bewertet. 

Das gefällt mir irgendwie so gar nicht.


Anwendung


In der Anwendung gefällt mir das Spray überhaupt nicht. Zunächst mal habe ich das Gefühl, dass ich 90% des Sprays einatme. Das Spray kühlt zunächst auf der Haut, aber nach kurzer Zeit fühlt sich der Film auf der Haut schwitzig an. Das "Care" funktioniert aber sehr gut. Nach epilierter oder rasierter Haut entsteht keinerlei Brennen auf der Haut. 


Der Roll-on gefällt mir  in der Anwendung sehr gut.Der Duft ist "niveatastisch" und das Deo zieht gut und relativ schnell ein. Wie beim Spray ist das "Care" des Deo Roll-ons wunderbar, es brennt nichts und fühlt sich in der Tat gepflegt an.





Nun ja, ein Deo ist ja aber primär nicht zur Pflege da, sondern eher zum Schutz vor Schweißgeruch.

Das Spray hat da bei mir direkt versagt, nach kurzer Zeit hat es einfach nicht mehr frisch gerochen. 

Das Roll-on, das mir ja von den Inhaltsstoffe und von der Anwendung her zusagt, wurde dann dem Alltag "ausgesetzt". Haushalt machen, bügeln, wischen, strengt doch ein  wenig an, man kommt leicht ins Schwitzen.

Nach wenigen Stunden versagt hier das Deo leider schon. Der Geruchstest fällt nicht sonderlich wohlriechend aus. Schweißgeruch macht sich breit und das ist ja irgendwie nicht Sinn und Zweck eines Deos. 

Interessant finde ich nach wie vor, dass das Werbeversprechen 48h Schutz verspricht. Bei mir hält es nicht mal 6 Stunden, was ja bei einem Deo ohne Aluminium auch nicht so ungewöhnlich ist und man manchmal dann nachdeodorieren muss, aber das Ergebnis enttäuscht mich dann schon. Man fühlt sich einfach so gar nicht frisch und hat das Bedürfnis zu duschen. Da habe ich dann doch andere Ansprüche an ein Deo. Schade.


Fazit


Pflege top, Schutz flop.

Deswegen auch nur 
2 von 5 Krönchen
Ich habe übrigens ein tolles Deo gefunden. Es handelt sich um Naturkosmetik, d.h. keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe. Ich habe die Frangipani Deocreme von SOAPARELLA ausprobiert, weil mein Hochzeitsstrauß aus Frangipani bestand. Der Duft ist der Knaller und der Schutz auch sehr gut. Des Weiteren kann ich euch die Duftrichtung Babypuder empfehlen.

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chadeschokolade #soaparella #deocremefrangipani#naturkosmetikrockt

Kommentare:

  1. Liebe Greta,
    danke für Deinen aufschlußreichen Artikel,- dann bin ich nicht traurig, dass ich das Deo nicht testen durfte. Hätte mich wohl nur enttäuscht. Danke auch für den Tipp mit Soaparella.

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    1. Hallo meine liebe Lexi, vielen Dank für deinen Kommentar - ich freue mich immer sehr! Nein, da musst du wirklich nicht traurig darüber sein ;-) Schönes Wochenende und ganz liebe Grüße

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